vilosafe · Leasingschutz für Arbeitgeber
Mehr Sicherheit für Arbeitgeber. Mehr Flexibilität für Mitarbeitende.
Mit vilosafe bietet vilocar Unternehmen eine zusätzliche Absicherung für unvorhergesehene Ereignisse während der Laufzeit eines über Gehaltsumwandlung finanzierten Leasingfahrzeugs.
Gerade bei längeren Leasinglaufzeiten können Veränderungen im Arbeitsverhältnis zu finanziellen Verpflichtungen für den Arbeitgeber führen. vilosafe setzt genau hier an und reduziert dieses wirtschaftliche Risiko.
Die Leistungen im Überblick
| Leistungsfall | Leistung | Grenze |
|---|---|---|
| Beendigung des Arbeitsverhältnisses | Übernahme der Kosten, die Ihrem Unternehmen gegenüber dem Leasinggeber durch die vorzeitige Auflösung des Leasingvertrags entstehen – z. B. bei Eigenkündigung des Mitarbeitenden. | Bis zur Höhe der ausstehenden Leasingraten. Nicht bei betriebsbedingter Kündigung, Insolvenz, Betriebs- oder Standortschließung. |
| Todesfall | Übernahme der Kosten, die Ihrem Unternehmen gegenüber dem Leasinggeber durch die vorzeitige Auflösung des Leasingvertrags entstehen. | Bis zur Höhe der ausstehenden Leasingraten. |
| Arbeitsunfähigkeit | Übernahme der monatlichen Leasingrate (in der ursprünglich vereinbarten Höhe) und des vilosafe-Beitrags – ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit (Karenzzeit 42 Tage). | Bis 2.000 € im Monat, höchstens 12 Raten je Arbeitsunfähigkeit. |
| Elternzeit | Übernahme der monatlichen Leasingrate und des vilosafe-Beitrags, wenn Mitarbeitende Elternzeit nach § 15 BEEG nehmen. | Bis 2.000 € im Monat, höchstens 12 Raten je Leasingvertrag. |
| Pflegezeit | Übernahme der monatlichen Leasingrate und des vilosafe-Beitrags bei Freistellung zur Pflege nach § 3 Pflegezeitgesetz. | Bis 2.000 € im Monat, höchstens 12 Raten je Leasingvertrag. |
Wartezeit: 6 Monate ab Beginn des Versicherungsschutzes – für Leistungsfälle in dieser Zeit besteht kein Anspruch. Die Wartezeit entfällt bei Unfalltod und bei Arbeitsunfähigkeit infolge eines Unfalls.
Wer ist abgesichert?
vilosafe ist eine Leasingraten-Gruppenversicherung („Safe“). Versicherungsnehmerin des Gruppenvertrags ist die Vilonda GmbH; Ihr Unternehmen tritt dem Vertrag als versicherte Person bei. Abgesichert sind die wirtschaftlichen Einbußen Ihres Unternehmens, die durch die versicherten Ereignisse bei Ihren Mitarbeitenden entstehen.
Die Mitarbeitenden selbst sind nicht Vertragspartner: Ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen sind nicht versichert und aus vilosafe erwachsen ihnen keine eigenen Ansprüche.
Was ist nicht versichert?
- Der Restwert des Fahrzeugs nach Ablauf der Leasingdauer sowie eine bei Leasingbeginn geleistete Sonderzahlung.
- Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch betriebsbedingte Kündigung, Insolvenz, Betriebs- oder Standortschließung des Arbeitgebers.
- Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit (z. B. Wiedereingliederung) endet die Leistung, sobald der Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 50 % fällt.
- Elternzeit: kein Schutz während des gesetzlichen Mutterschutzes und wenn Mitarbeitende in der Elternzeit mehr als 50 % ihrer bisherigen Arbeitszeit beim Arbeitgeber tätig sind.
- Pflegezeit: kein Schutz bei kurzzeitiger Arbeitsverhinderung nach § 2 Pflegezeitgesetz.
- Leistungsfälle in den ersten 6 Monaten (Wartezeit) – außer bei Unfalltod oder Arbeitsunfähigkeit durch Unfall.
- Beteiligung an Kriegsereignissen.
Beginn, Ende und Geltungsbereich
- Der Versicherungsschutz beginnt mit dem Beitritt zu vilosafe, jedoch nicht vor Unterzeichnung des Übergabeprotokolls für das Leasingfahrzeug.
- Er endet beim Tod des Mitarbeitenden, mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und zum Fälligkeitstermin der letzten Leasingrate.
- Wohnsitz und dauerhafter Aufenthalt des Mitarbeitenden müssen in Deutschland liegen. Bei Tod und Arbeitsunfähigkeit besteht weltweiter Schutz.
Was ist im Leistungsfall zu tun?
- Tod, Arbeitsunfähigkeit, Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Elternzeit und Pflegezeit sind unverzüglich zu melden – im Arbeitgeberportal als Störfall.
- Während einer Arbeitsunfähigkeit sind Änderungen des Grades der Arbeitsunfähigkeit oder deren Wegfall, die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit sowie das Ende einer Erwerbsminderungsrente unverzüglich mitzuteilen.
- Die bereitgestellten Meldeformulare sind vollständig auszufüllen und die in den Versicherungsbedingungen genannten Nachweise beizufügen.
Kündigung und Widerruf
Ihr Unternehmen kann den Beitritt zu vilosafe jederzeit zum nächsten Fälligkeitstermin in Textform kündigen. Innerhalb von 30 Tagen kann die Beitrittserklärung ohne Angabe von Gründen in Textform widerrufen werden; zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung.
Beitrag für den Leasingschutz „vilosafe“
Der monatliche Beitrag richtet sich nach der vereinbarten Leasinglaufzeit und wird für jeden Leasingvertrag gesondert berechnet.
| Leasinglaufzeit | Abschluss bis 31.12.2026 | Neuabschluss ab 01.01.2027 |
|---|---|---|
| 24 Monate | 10 % der monatlichen Leasingrate | 10 % der monatlichen Leasingrate |
| 36 Monate | 10 % der monatlichen Leasingrate | 12,5 % der monatlichen Leasingrate |
| 48 Monate | 15 % der monatlichen Leasingrate | 15 % der monatlichen Leasingrate |
Der Beitrag wird während der Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrags monatlich von der Vilonda GmbH in Rechnung gestellt. Vertragspartner und Zahlungspflichtiger ist das Unternehmen, das den Leasingschutz „vilosafe“ abgeschlossen hat. Für vor dem 01.01.2027 abgeschlossene Leasingschutzvereinbarungen bleibt der bei Abschluss vereinbarte Beitrag unverändert.
Versicherer
Risikoträger von vilosafe ist AND-e:
- Tod und Arbeitsunfähigkeit: Aioi Nissay Dowa Life Insurance of Europe Aktiengesellschaft, Carl-Zeiss-Ring 25, 85737 Ismaning (AG München HRB 188769, BaFin-Reg.-Nr. 1318)
- Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Elternzeit und Pflegezeit: Aioi Nissay Dowa Insurance Company of Europe SE, Niederlassung Deutschland, Carl-Zeiss-Ring 25, 85737 Ismaning (AG München HRB 155874, BaFin-Reg.-Nr. 5029)
Die Vilonda GmbH, Anbieter der Marke vilocar, ist Versicherungsnehmerin des Gruppenvertrags. Ihr Unternehmen zahlt den monatlichen Beitrag an die Vilonda GmbH, die ihn an die Versicherer weiterleitet.
Diese Übersicht gibt die wesentlichen Inhalte wieder. Für Art und Umfang des Versicherungsschutzes, Leistungsgrenzen, Warte- und Karenzzeiten, Voraussetzungen sowie Ausschlüsse sind allein die Vertragsunterlagen und die Versicherungsbedingungen (AVB) maßgeblich.
Frühere Bedingungen des vilosafe Ausgleichsschutzes (Stand 22.07.2026)
Archiv. Für den aktuellen vilosafe-Schutz gelten die oben beschriebenen Leistungen sowie die Vertragsunterlagen und Versicherungsbedingungen der Leasingraten-Gruppenversicherung „Safe“.
1. Präambel
2. Welche Risiken sind gedeckt?
2.1. Alle Leasingverträge aus Gehaltsumwandlung eines teilnehmenden Kundenunternehmens (= Leasingnehmer) werden in den Ausgleichsschutz einbezogen. Eine Absicherung einzelner Risiken ist nicht möglich.
2.2. Der Mitarbeiter (= Fahrzeugnutzer)
- muss sich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis und nicht in der Probezeit befinden.
- darf keine Kenntnisse über eine absehbare länger anhaltende Arbeitsunfähigkeit haben.
- darf keine Kenntnisse über eine geplante Kündigung haben.
- muss mindestens 18 Jahre und darf maximal 64 Jahre alt sein.
2.3. Der Gewerbekunde (= Arbeitgeber)
- darf keine Kenntnisse über eine absehbare länger anhaltende Arbeitsunfähigkeit haben.
- darf keine Kenntnisse über eine geplante Kündigung haben.
3. Gegenstand des Ausgleichsschutzes
Geschützt ist der wirtschaftliche Schaden, der dem Arbeitgeber dadurch entsteht, dass er seinen Mitarbeitern zusichert, im Falle des Ausscheidens eines Mitarbeiters oder bei Wegfall der Lohnfortzahlung (z. B. durch lang andauernde Arbeitsunfähigkeit oder Elternzeit mit reduziertem Gehalt) die vertraglichen Verpflichtungen aus dem Leasingvertrag zu übernehmen und das Fahrzeug zurückzunehmen. Für alle Leistungsfälle gilt eine einheitliche Wartezeit von 6 Monaten; die Wartezeit beginnt mit der Übergabe des Fahrzeugs an den Nutzer. Grundlage hierfür sind die folgenden Vertragspunkte, sowie die allgemeingültigen AGB der Vilonda GmbH.
Ziel des Ausgleichsschutzes ist es, dem Arbeitgeber zu ermöglichen, seinen Mitarbeitern ein attraktives und risikoarmes Mobilitätsangebot im Rahmen der Gehaltsumwandlung zu unterbreiten – ohne dass dieser selbst das finanzielle Risiko bei vorzeitiger Vertragsbeendigung oder Zahlungsausfall tragen muss.
4. Was ist nicht abgedeckt?
4.1 Kein Ausgleichsschutz besteht für Ereignisse, die nicht unter die gedeckten Leistungsfälle – lang andauernde Arbeitsunfähigkeit, Kündigung (inkl. Eigenkündigung), Elternzeit mit reduziertem Gehalt oder Tod der anspruchsrelevanten Person – fallen.
4.2 Insbesondere besteht kein Anspruch auf Leistungen, wenn die Lohn- oder Gehaltsfortzahlung aus anderen Gründen unterbrochen ist, wie zum Beispiel bei
- unbezahltem Urlaub (z. B. Sabbatical),
- Freistellung zur Pflege von Angehörigen,
- Teilzeitbeschäftigung oder Ruhen des Arbeitsverhältnisses ohne Kündigung,
- vorübergehender Freistellung ohne Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
4.3 Auch freiwillige oder einvernehmliche Unterbrechungen des Arbeitsverhältnisses, die nicht auf eine gedeckte Ursache zurückzuführen sind, begründen keinen Leistungsanspruch.
4.4 Kein Ausgleichsschutz besteht, wenn Kündigung oder Arbeitsunfähigkeit im unmittelbaren zeitlichen oder ursächlichen Zusammenhang mit einer Massentlassung, einem Stellenabbau, Restrukturierungsmaßnahmen, kollektiven Streiks oder Arbeitskampfmaßnahmen, einem Standortabbau oder der Insolvenz des Arbeitgebers stehen.
5. Leistungshöhe und -zeitraum
5.1 Bei Tod oder Kündigung (dauerhafte Rückgabe des Fahrzeugs, Auflösung des Leasingvertrags)
- Kündigung (inkl. Eigenkündigung): Nach einer Wartezeit von 6 Monaten übernimmt Vilocar den Kündigungsschaden laut Leasingabrechnung. Das Fahrzeug wird dauerhaft zurückgegeben und der Leasingvertrag aufgelöst.
- Todesfall: Nach einer Wartezeit von 6 Monaten übernimmt Vilocar den Kündigungsschaden. Das Fahrzeug wird dauerhaft zurückgegeben und der Leasingvertrag aufgelöst.
- Hierzu muss das Fahrzeug an einem von der Vilonda GmbH definierten Ort übergeben worden sein. Zusätzlich muss ein Übergabeprotokoll einer unabhängigen Prüforganisation erstellt werden vor Rückgabe. Die Mehr- bzw. Minderkilometer, sowie die Kosten für Schäden und Wertminderungen, trägt in diesem Fall der Leasingnehmer.
5.2 Bei Arbeitsunfähigkeit (temporäre Gehaltsreduzierung)
- Nach einer Wartezeit von 6 Monaten beginnt die Leistungspflicht ab dem 43. Krankheitstag (Karenzzeit: 42 Tage).
- Leistung: Übernahme der monatlichen Leasingrate bis zu 2.000 € pro Monat.
- Dauer: Maximal 12 Monate je Schadenfall.
- Die Leistung erfolgt nicht taggenau (pro rata temporis), sondern jeweils vollständig für die nächste fällige Leasingrate.
5.3 Bei Elternzeit mit reduziertem Gehalt (temporäre Gehaltsreduzierung)
- Nach einer Wartezeit von 6 Monaten übernimmt Vilocar die monatliche Leasingrate.
- Limit: Maximal 2.000 € pro Monat.
- Dauer: Maximal 12 Monate.
- Die Elternzeit ist vor deren Beginn zu melden.
6. Wann liegt Tod im Sinne dieser AGB vor?
7. Wann liegt eine Kündigung im Sinne dieser AGB vor?
Ausgleichspflichtig sind Kündigungen, die
- durch die anspruchsrelevante Person (Arbeitnehmer, Eigenkündigung) unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist erfolgen,
- oder durch den Arbeitgeber aus personen- oder verhaltensbedingten Gründen ausgesprochen werden.
Nicht als gedeckter Fall gelten insbesondere
- betriebsbedingte Kündigungen,
- einvernehmliche Beendigungen des Arbeitsverhältnisses (z. B. durch Aufhebungsvertrag), die zur Vermeidung einer betriebsbedingten Kündigung erfolgen,
- sowie Fälle, in denen die anspruchsrelevante Person ohne Unterbrechung in ein neues Arbeitsverhältnis innerhalb desselben Konzerns oder Unternehmensverbunds übernommen wird.
Nachweispflicht
Zur Prüfung des Leistungsfalls sind folgende Unterlagen vorzulegen:
- Kündigungsschreiben mit Zustellungsnachweis (z. B. Empfangsbestätigung oder Einschreiben),
- gegebenenfalls der abgeschlossene Aufhebungsvertrag,
- sowie eine Bestätigung, dass keine Weiterbeschäftigung innerhalb des Konzerns erfolgt ist.
8. Wann liegt Arbeitsunfähigkeit im Sinne dieser AGB vor?
9. Welche Einschränkungen und Ausschlüsse der Leistungspflicht gibt es?
9.1 Bei Arbeitsunfähigkeit gilt,
- kein Leistungsanspruch, wenn der Arbeitnehmer bereits zwei Wochen vor Buchung des Leasingfahrzeugs ununterbrochen arbeitsunfähig erkrankt war.
9.2 Der Anspruch auf Freistellung zur Zahlung der Leasingrate erstreckt sich nicht auf dem Arbeitgeber bekannte, namentlich benannte Erkrankungen, wegen derer der Arbeitnehmer in den letzten zwölf Monaten vor Vertragsunterzeichnung ärztlich beraten oder behandelt wurde. Diese Einschränkung greift nur, wenn der Leistungsfall während der Vertragsdauer eintritt und auf die genannten, bereits bekannten Krankheiten zurückzuführen ist. Hierzu zählen:
- a) Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs, der Arterien, der Venen: koronare Herzkrankheit, Herzklappenfehler, Herz- oder Hirninfarkt, Durchblutungsstörungen, Thrombose, Embolie, Schlaganfall
- b) Geschwülste / Tumore: Krebs, bösartige Tumore, gut-/bösartige Hirntumore
- c) Erkrankungen der Atmungsorgane: chronisch obstruktive Lungenerkrankung / COLD / COPD
- d) Erkrankungen der Verdauungsorgane
- e) Leberzirrhose, chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
- f) Erkrankungen der Harnorgane: dialysepflichtige Niereninsuffizienz
- g) Alkohol- und Drogensucht
10. An wen erbringen wir die Leistung?
11. Subsidiarität
12. Wann beginnt der Ausgleichsschutz und was ist bei der Zahlung des Serviceentgelts zu beachten?
12.1 Der Ausgleichsschutz beginnt automatisch mit der Übergabe des Fahrzeugs an den Nutzer bzw. Arbeitgeber (Beginn der Wartezeit), sofern die anspruchsrelevante Person ordnungsgemäß durch den Arbeitgeber bei Vilocar registriert wurde und die Voraussetzungen dieses Vertrags erfüllt sind. Eine Gesundheitsprüfung ist nicht erforderlich. Der Schutz gilt für alle Fahrzeuge im Leasingprogramm.
12.2 Die Kosten des Ausgleichsschutzes werden durch den Arbeitgeber getragen. Die Abrechnung erfolgt monatlich, gestellt durch Vilocar oder einen seiner Partner.
12.3 Ein Zahlungsverzug des Arbeitgebers hat keinen Einfluss auf den Ausgleichsschutz für ordnungsgemäß registrierte Fahrzeuge. Vilocar kann ausstehende Beträge beim Arbeitgeber geltend machen; der Mitarbeiter bleibt von Nachforderungen befreit.
12.4 Die Zahlung des Serviceentgelts an Vilocar erfolgt monatlich vorschüssig gemäß den vertraglichen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Vilocar.
13. Dauer und Ende des Vertrags
13.1 Der Ausgleichsschutz besteht grundsätzlich für die Dauer des zugehörigen Leasingvertrags (in der Regel 24, 36 oder 48 Monate). Er beginnt mit der Übergabe des Fahrzeugs an den Nutzer bzw. Arbeitgeber und endet automatisch mit dem Ablauf oder der vorzeitigen Beendigung des Leasingvertrags – unabhängig davon, ob die Beendigung durch den Leasingnehmer (Arbeitgeber), Vilocar oder eine beteiligte Leasingbank erfolgt.
13.2 Darüber hinaus endet der Ausgleichsschutz vorzeitig:
- mit dem letzten Tag des Monats, in dem die anspruchsrelevante Person ihr 67. Lebensjahr vollendet,
- mit dem Eintritt der anspruchsrelevanten Person in den endgültigen Ruhestand, einschließlich eines vorgezogenen Ruhestands (Vorruhestand).
13.3 Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur für Leistungsfälle, die während des aktiven Ausgleichsschutzes eintreten.
14. Wann und wie kann der Ausgleichsschutz widerrufen werden?
15. Wann und wie kann das Serviceentgelt angepasst werden?
15.1. Das Serviceentgelt darf von Vilocar neu festgesetzt werden. Dies darf geschehen, wenn sich der Leistungsbedarf gegenüber der ursprünglichen Kalkulation verändert hat. Voraussetzung hierfür ist, dass diese Veränderung Einfluss auf das Entgelt hat. Eine Anpassung setzt auch voraus, dass die Veränderung nicht nur vorübergehend ist und nicht vorhersehbar gewesen ist. Die Erhöhung des Entgelts muss gewährleisten, dass Vilocar die Leistungen dauerhaft erfüllen kann.
15.2. Die Serviceentgelte je Dienstleistungsvertrag werden unter Berücksichtigung der in den Kalkulationsgrundlagen von Vilocar niedergelegten Entgeltfaktoren für eine ausreichend große Anzahl gleichartiger Risiken eines Tarifes unter Beachtung anerkannter Grundsätze der Mathematik und Technik ermittelt. Es können auch statistische Erkenntnisse des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft e. V. zur treuhänderischen Ermittlung der durchschnittlichen Schadenzahlungen aller Anbieter herangezogen werden.
15.3. Ergibt eine Neukalkulation im Vergleich zum Vorjahr einen um mindestens fünf Prozent von der bisherigen Diensleitungshöhe abweichenden Wert, so ist Vilocar berechtigt, das Entgelt je Tarif um den Differenzbetrag zu erhöhen. Vilocar kann das Entgeld je Dienstleistung einmal pro Jahr ändern.
15.4. Die Entgeltanpassung wird dem Arbeitgeber mitgeteilt.
15.5. Nachdem Vilocar den Arbeitgeber über die Anpassung informiert hat, tritt die Anpassung zu Beginn des dritten darauffolgenden Monats in Kraft.
16. Was ist im Leistungsfall zu tun (Obliegenheiten)?
Im Leistungsfall ist der Arbeitgeber (Kunde) verpflichtet, sicherzustellen, dass Vilocar alle zur Prüfung und Bearbeitung des Leistungsfalls erforderlichen Unterlagen vollständig und fristgerecht zur Verfügung gestellt werden. Die Meldung eines Leistungsfalls („Störfall") erfolgt über das Arbeitgeberportal. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, durch gesonderte Vereinbarung – in der Regel durch ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) – sicherzustellen, dass der Leasingnehmer zur Nutzung dieser Schadenmeldestrecke verpflichtet ist und die erforderlichen Nachweise bereitstellt.
Meldefristen:
- Kündigung: innerhalb von 3 Tagen
- Arbeitsunfähigkeit: nach Ablauf der Karenzzeit von 42 Tagen
- Elternzeit: vor deren Beginn
Erforderliche Unterlagen:
16.1 Bei Einstellung der Lohnfortzahlung infolge lang andauernder Arbeitsunfähigkeit:
- Nachweis über die Meldung an den zuständigen Sozialversicherungsträger
- Kopie des Arbeitsvertrags
- ggf. ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen oder weitere medizinische Nachweise
16.2 Sobald die anspruchsrelevante Person ihre berufliche Tätigkeit wieder aufnimmt, ist dies Vilocar unverzüglich mitzuteilen. Die Leistungspflicht endet mit Ablauf des Monats, der auf den Wiedereintritt folgt. Erfolgt die Mitteilung verspätet, behält sich Vilocar das Recht vor, zu viel gezahlte Leistungen zurückzufordern.
16.3 Bei Kündigung des Arbeitsverhältnisses:
- Kündigungsschreiben mit Zustellungsnachweis (z. B. Empfangsbestätigung oder Einschreiben)
- ggf. Aufhebungsvertrag
- Bestätigung, dass keine Weiterbeschäftigung innerhalb desselben Konzerns erfolgt ist
- Vereinbarung zur Rückgabe des Leasingfahrzeugs
- Rückgabeprotokoll des Leasingfahrzeugs
16.4 Im Todesfall der anspruchsrelevanten Person:
- Nachweis über die Meldung an den zuständigen Sozialversicherungsträger
- ggf. Sterbeurkunde oder gleichwertiger amtlicher Nachweis
- Rückgabeprotokoll des Leasingfahrzeugs und dessen Rückgabe an Vilocar
16.5 Bei Elternzeit:
- Nachweis der Elternzeit (Meldung vor Beginn der Elternzeit)
- Nachweis über das reduzierte Gehalt
Der Arbeitgeber hat sicherzustellen, dass alle Unterlagen spätestens innerhalb von 90 Tagen nach Erstmeldung des Leistungsfalls vollständig eingereicht werden. Vilocar ist berechtigt, im Einzelfall weitere Nachweise zur Prüfung des Leistungsanspruchs anzufordern.
17. Welche Folgen hat eine Obliegenheitsverletzung?
17.1 Leistungsfreiheit besteht, solange der Arbeitgeber (Kunde) eine Mitwirkungspflicht vorsätzlich nicht erfüllt. Eine Mitwirkungspflicht liegt beispielsweise vor, wenn der Arbeitgeber von Vilocar angeforderte Nachweise nicht einreicht. Bei grob fahrlässiger Verletzung einer Mitwirkungspflicht kann Vilocar die Leistung in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis kürzen oder vollständig verweigern. Ein Leistungsanspruch bleibt bestehen, wenn der Arbeitgeber nachweist, dass er die Pflicht zur Mitteilung und Aufklärung nicht grob fahrlässig verletzt hat. Hatte die Verletzung dieser Pflicht keinen Einfluss auf die Feststellung und den Umfang der Leistungspflicht, besteht ebenfalls Anspruch auf Leistung – es sei denn, der Arbeitgeber hat die Pflicht arglistig verletzt.
17.2 Begeht der Arbeitgeber eine Pflichtverletzung in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vorteil zu verschaffen, besteht kein Anspruch auf Leistung. Wird eine Täuschung durch ein rechtskräftiges Strafurteil wegen Betrugs oder Betrugsversuchs festgestellt, gelten die Voraussetzungen als bewiesen.
17.3 Leistungsfreiheit besteht ferner, wenn die Voraussetzungen unter Punkt 2 dieser AGB nicht erfüllt sind.
18. Welche Folgen hat eine verspätete Meldung eines Leistungsfalls?
18.1 Leistungsfälle sind Vilocar unverzüglich nach Kenntniserlangung durch den Arbeitgeber zu melden. Da die Schadenmeldung in der Regel durch den Leasingnehmer (Arbeitgeber) erfolgt, kann Vilocar auf die Einhaltung dieser Frist nur eingeschränkt Einfluss nehmen.
18.2 Die Leistungsgewährung erfolgt grundsätzlich auch rückwirkend. Voraussetzung ist, dass der Leistungsfall innerhalb von 90 Kalendertagen nach seinem Eintritt gemeldet wird und alle erforderlichen Unterlagen vollständig vorgelegt werden.
18.3 Erfolgt die Meldung später als 90 Tage nach Eintritt des Leistungsfalls, besteht kein Anspruch auf rückwirkende Leistungen für den Zeitraum vor der Meldung.
19. Was geschieht bei Beendigung des Dienstleistungsvertrags?
19.1 Wird der Dienstleistungsvertrag zwischen Vilocar und dem Arbeitgeber beendet, so hat dies keinen Einfluss auf den bestehenden Ausgleichsschutz für bereits registrierte Leasingverträge.
19.2 Für alle zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung bestehenden Leasingverträge bleibt der Ausgleichsschutz bis zum vertraglich vorgesehenen Ablauf des jeweiligen Leasingvertrags bestehen. Die Verpflichtung zur Zahlung des entsprechenden Serviceentgelts bleibt für diese Verträge ebenfalls unverändert bestehen.
19.3 Ein Anspruch auf Ausgleichsschutz für neue Leasingverträge besteht nach Beendigung des Dienstleistungsvertrags nicht mehr.
20. Wie hoch ist der Gesamtpreis des Ausgleichsschutzes?
21. Übergang von Ersatzansprüchen
21.1 Steht dem Arbeitgeber (Kunde) ein Ersatzanspruch gegen einen Dritten zu, geht dieser Anspruch - soweit Vilocar den Schaden ausgleicht - auf Vilocar über. Der Übergang darf nicht zum Nachteil des Arbeitgebers geltend gemacht werden.
21.2 Der Arbeitgeber hat seinen Ersatzanspruch oder ein zur Sicherung dieses Anspruchs dienendes Recht unter Beachtung der geltenden Form- und Fristvorschriften zu wahren und nach Übergang des Anspruchs auf Vilocar bei dessen Durchsetzung soweit erforderlich mitzuwirken. Verletzt der Arbeitgeber diese Obliegenheit, ist Vilocar leistungsfrei.
22. Besondere Verwirkungsgründe
23. Anzeigen; Willenserklärungen; Anschriftänderungen
Alle für Vilocar bestimmten Anzeigen und Erklärungen (z. B. Schadenmeldungen) sind ausschließlich an Vilonda GmbH zu richten.
Die gesetzlichen Regelungen über den Zugang von Erklärungen und Anzeigen bleiben unberührt.
24. Zuständiges Gericht
24.1 Für Klagen aus diesem Vertrag gegen Vilocar bestimmt sich die gerichtliche Zuständigkeit nach dem Sitz der Vilonda GmbH oder der für den Vertrag zuständigen Niederlassung.
24.2 Ist der Arbeitgeber (Kunde) eine juristische Person mit Sitz in Deutschland, ist daneben auch das Gericht zuständig, in dessen Bezirk der Arbeitgeber seinen Sitz hat. Unterhält der Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Klageerhebung seinen Sitz in einem Staat außerhalb der Europäischen Union, Islands, Norwegens oder der Schweiz oder ist der Sitz nicht bekannt, kann Vilocar den Arbeitgeber auch am Sitz der Vilonda GmbH verklagen.
24.3 Ist der Arbeitgeber eine natürliche Person mit Wohnsitz in Deutschland, müssen Klagen aus diesem Vertrag gegen ihn bei dem Gericht erhoben werden, das für seinen Wohnsitz oder, falls ein solcher nicht besteht, für den Ort seines gewöhnlichen Aufenthalts zuständig ist. Unterhält der Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Klageerhebung seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem Staat außerhalb der Europäischen Union, Islands, Norwegens oder der Schweiz oder ist sein Wohn- bzw. Aufenthaltsort nicht bekannt, kann Vilocar den Arbeitgeber vor dem für die Vilonda GmbH zuständigen Gericht verklagen.
Andere nach deutschem Recht begründete Gerichtsstände werden durch diese Vereinbarung nicht ausgeschlossen.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder infolge gesetzlicher Änderungen nach Vertragsabschluss unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Vertragsbestimmungen unberührt.